Transformationsstrategie
Der Landkreis Altenkirchen ist als ländlich-industrieller Raum besonders von unterschiedlichen Herausforderungen wie z.B. der Transformation der Automobilwirtschaft, neuen Technologien und des Fachkräftemangels betroffen.
Um diese demografischen und wirtschaftlichen Veränderungsprozesse für den (strukturschwachen) Landkreis Altenkirchen angehen zu können, will das Transformationsnetzwerk für den Landkreis situationsangepasste Lösungen entwickeln.
Deshalb spielen, neben evidenzbasierten/theoretischen quantitativen Forschungsmethoden, auch qualitative Ansätze eine Rolle, um unter Einbeziehung von Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung eine anwendungsbezogene Zukunftsstrategie für die Region zu entwickeln.
Qualifizierung
In dem Handlungsfeld Qualifizierung sollen Akteure/Akteurinnen zusammen mit uns rund um das Thema Fachkräfte herrschende Problematiken identifizieren, Lösungsansätze konzipieren und Handlungsempfehlungen erarbeiten, um gemeinschaftlich die Region Kreis Altenkirchen zu einer noch wirtschaftsstärkeren Industrie zu entwickeln.
UNSERE ZIELE
Unser Ziel ist es alle Interessierten zu dem Thema Ausbildung, Training, Fortbildung, Weiterbildung, Fachkräfte und Digitalisierung aktiv zu unterstützen.
UNSERE TÄTIGKEITEN
Um unsere Ziele zu erreichen, unternehmen wir folgende Aktivitäten:
- Wir analysieren Dokumente, Fragebögen und Interviews, um Entwicklungen voranzutreiben und um unsere Erkenntnisse durch Publikationen mit allen Interessierten zu teilen
- Ebenso werden Studien analysiert, sodass wir sowohl positive als auch negative Entwicklungen erkennen, um Ansätze für eine weitere positive Entwicklung zu gestalten
- Es werden praxisnahe Projekte durchgeführt, die Problematiken behandeln, um einen möglichst guten Lösungsansatz zu erarbeiten
- Informationen werden vorbereitet und verarbeitet, sodass diese über verschiedene mediale Kanäle verbreitet werden können. Interessenten können auf diese Weise schnell und unkompliziert Einsicht erhalten
- Wir führen mehrmals pro Jahr verschiedene Veranstaltungen durch, bei denen ein Austausch von Informationen anhand von einem aktiven Netzwerk stattfinden soll
- Best-Practice-Beispiele dienen als Inspiration für das eigene Handeln in Unternehmen. Die Veranstaltungen rund um die Best-Practice-Beispiele ermöglichen allen Interessierten einen persönlichen Austausch und laden zu einer Diskussion zu aktuell gestellten Fragen ein.
PARTNER
Die Partner des Handlungsfelds Qualifizierung sind die Wirtschaftsförderung Altenkirchen und die IG-Metall Betzdorf.
Wasserstoff
Spätestens seit den extremen Preissteigerungen bei Strom, Gas und Öl im Jahr 2022 ist das Thema sowohl bei gewerblichen als auch privaten Endverbrauchern angekommen. Der Fokus richtet sich nun noch stärker auf die Themenfelder der autarken Stromversorgung sowie der Ressourceneinsparung und Effizienzsteigerung.
Wie wird die Stromversorgung im Landkreis Altenkirchen in Zukunft aussehen?
Welche Rolle kann Wasserstoff in unserer Region spielen?
TraForce hat sich intensiv mit dem Thema „Wasserstoffpotenziale für die Region Westerwald“ auseinandergesetzt. In Zusammenarbeit mit der Transferstelle Bingen möchten wir Ihnen nun die Ergebnisse dieser umfassenden Studie präsentieren.
Ergebnisse (Langversion) Wasserstoffpotenzialanalyse LK Altenkirchen, Westerwald und Neuwied
Ergebnisse (Kurzversion) Wasserstoffpotenzialanalyse LK Altenkirchen, Westerwald und Neuwied
Wasserstoff Hub Wissen
Basierend auf der Potenzialanalyse wollten wir am Beispiel eines Wasserstoff Hubs in Wissen herausfinden, ob die gesamte Wertschöpfungskette an einem Platz in Wissen abgebildet werden kann, also die Erzeugung von grünem Strom, die Herstellung von Wasserstoff sowie die Abnahme. Dazu wurde am 04.11.2024 ein Workshop durchgeführt, der alle beteiligten Akteure aus der Region mit einbezog. Energieerzeuger, Wärmenetzbetreiber, Logistikunternehmen, Klärwerke, Tankstellenbetreiber, Klimaschutzmanager und Bürgermeister konnten hier ihre Ideen mit einbringen. Hier erhalten Sie einen Eindruck vom Workshop:
Zusammen mit der Transferstelle Energie aus Bingen, die bereits die Potenzialanalyse für uns erstellt hat, haben wir versucht, konkrete Ansätze zur Umsetzung eines Wasserstoff Hubs in Wissen zu finden. Dabei wurden folgende Themenschwerpunkte bearbeitet: Standortsuche, Wirtschaftlichkeitsberechnung, rechtliche Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten sowie Handlungsempfehlungen für die Akteure in der Region.
Das ausführliche Ergebnis können Sie hier lesen:
Studie: Umsetzungskonzept Wasserstoff-Hub Wissen
Eine kurze Version der Ergebnisse finden Sie hier:
Kurzversion Wasserstoff-Hub Wissen
Auch wenn das Ergebnis der Studie zeigt, das eine Umsetzung eines solchen Hubs derzeit schwierig ist, wollen wir dennoch gemeinsam mit den regionalen Akteuren dazu im Austausch bleiben. Es gilt, das Thema nicht aus dem Fokus zu verlieren und gegebenenfalls schon vorbereitende Maßnahmen einzuleiten.
Digitalisierung
Fast täglich werden wir mit dem Begriff der Digitalisierung konfrontiert, ob im privaten oder beruflichen Umfeld. TraForce sieht die Digitalisierung als Chance für Unternehmen, effizienter zu arbeiten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zur Qualifizierung der Mitarbeiter.
TraForce möchte unsere Netzwerkpartner unterstützen, die Potentiale der Digitalisierung für ihre Unternehmen zu erkennen und zu nutzen.
Automobil- und Zulieferindustrie
Die Automobil- und Zulieferindustrie ist derzeit wie keine andere Branche im Wandel. Die schnell voranschreitende Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe, autonomes Fahren und die Vernetzung der Fahrzeuge sind die vordringlichsten Themengebiete.
Damit gehen aber auch tiefgreifende Investitionen in die Produktionskapazitäten und die Infrastruktur einher. Auch unser Landkreis ist durch die Geschäftsbeziehungen mit der Automobilbranche betroffen.
TraForce möchte gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern, die sich ergebenden Chancen erkennen mit dem Ziel, Wertschöpfung und Beschäftigung nachhaltig im Landkreis Altenkirchen zu sichern.
Mehr zur Transformation der Fahrzeugindustrie und dem Hintergrund der Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie hier:
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/KOPA35C/fahrzeugtransformation.html